Pokalmannschaftsmeisterschaft
Im Halbfinale der Pokalmannschaftsmeisterschaft Niedersachsen-Bremen empfängt Oldenburg am Sonntag, den 14.3.2010 die Mannschaft aus Bad Salzdetfurth (Landesliga Süd). Spielort: Zum alten Sandberg. Beginn: 11 Uhr. Schlachtenbummler erwünscht.
Landesliag: Nordhorn Blanke – SKU Oldenburg 2,5-5,5
Vorne halten, hinten spalten: 3 Remis an den ersten drei Brettern, 3 Siege an den hinteren drei, zuzüglich 1 Punkt aus der ‚goldenen’ Mitte. Diese bewährte Taktik hat uns auch am 7.Spieltag einen überzeugenden Sieg gebracht.
Erstaunlich an diesem Mannschaftskampf war, dass wir an fast allen Brettern (gerade auch mit Schwarz) mit Vorteilen aus der Eröffnung herauskamen. Die Vorbereitung hat also gestimmt.
Zum Verlauf: An Brett 7 und 8 hatten Hartmut und Torsten ihre Gegner von Anfang an im Griff und zeigten auch im Verlauf der Partien bei einigen taktischen Scharmützeln ihre Überlegenheit und so führten wir bald mit 2 Punkten. Nach deutlichem Eröffnungsvorteil an Brett 4 gelang es Dirk einen doch sehr ungestüm vorgetragenen Angriff seines Gegners abzuwehren und den daraus erzielten Materialvorteil gekonnt ins Ziel zu bringen.
An Brett 3 hatte Marc die Möglichkeit verpasst, seine etwas bessere Stellung in einen deutlicheren Vorteil auszubauen, so dass er sich letztendlich mit einem Remis begnügen musste. Auch Berthold hatte leichte Vorteile an Brett 2, ging aber aufgrund des aktuellen Ergebnisstandes kein Risiko mehr ein, nahm das Remisangebot seines Gegners an und erhöhte damit unser Konto auf 4 Punkte.
Auch der Verlust an Brett 5 konnte unseren Sieg nicht mehr gefährden. Ernst hatte in ausgeglichener Stellung etwas zu sorglos gespielt, musste einen Bauern geben und verlor schließlich gegen den starken Jugendlichen Jens Schulz, der in Bad Zwischenahn mit 5 Punkten einen hervorragenden 12 Platz belegt hatte.
Am Spitzenbrett hatte Martin mit 1.d4 und 2.Lf4 eine für Weiß sichere Variante gespielt. Der holländisch IM Frank Kroeze versuchte alles, gab aber letztendlich in einer ausgeglichenen Stellung seine Gewinnversuche auf, da auch die letzte verbliebene Partie keinen Punkt und damit eventuellen Gleichstand für Nordhorn versprach.
An Brett 6 hatte ich auch mit oben genannter Eröffnungsvariante zu tun (allerdings mit Schwarz). Nach der Eröffnung und dem folgenden Mittelspiel konnte ich gegen das Nordhorner „Urgestein“ Ludger Hoellmann einen Vorteil erspielen. In Zeitnot verlor Weiß erst einen dann den 2.ten Bauern. Nachdem ich mich schließlich erfolgreich gegen die Dauerschachversuche meines Gegners wehren konnte, war der letzte Punkt zum 5,5-2,5 Sieg perfekt.
Mit diesem Sieg haben wir uns auf den 4.ten Platz vorgearbeitet und können am folgenden
Spieltag im direkten Vergleich gegen Braunschweig noch die Bronzemedaille erkämpfen. Wobei ich nicht umhin kann zu erwähnen, dass das Zustandekommen des folgenden Heimspiels in nicht unerheblichen Maße von den regelkonformen Partieformularen abhängt. (Der Schiedsrichter hatte mich am Sonntag wieder darauf angesprochen.)
Die regnerische und stürmische Rückfahrt haben wir noch gut überstanden. Leider musste ich dann an diesem sonst so erfolgreichen Tag noch die Niederlage des HSV gegen die Bayern erleben!
(Enno)
Oldenburgs Dritte mit erfolgreichem Saison-Abschluss
MF Thomas Bruckmann zieht für die abgelaufene Saison in der Bezirksklasse eine positive Schlussbilanz und bedankt sich bei seinen Teamkollegen aus der 3. Mannschaft für Einsatz und Zuverlässigkeit. Der dritte Platz hinter Aufsteiger SC Rastede und SF Quackenbrück 1 bietet durchaus Anlass zur Zufriedenheit!
Zu den Einzelergebnissen der Stammspieler:
Brett 1: Jose Teixeira hat eine tolle Saison gespielt: 3 Siege, 2 Remis = 80 % Trefferquote!
Brett 2: Alfred Klingenberg hat der Mannschaft oft den Rücken freigehalten und es mit "harten Brocken" zu tun gehabt: 33% Trefferquote
Brett 3: Thomas Fromm: 57%
Brett 4: Willi Hilgendorff 33%
Brett 5: Thomas Bruckmann 57%
Brett 6: Leonid Skorin 67%
Der Kampf in der letzten Runde gegen SF Quackenbrück 1 verlief vergleichsweise unspektakulär - bis auf eine kleine Schrecksekunde ganz zum Schluss ...
Die Gastgeber traten mit nur vier Spielern an, so dass es nach Remisen von Willi und Alfred 3:1 stand. Leonid (nach Jose der Topscorer der Mannschaft) erhöhte mit überzeugenden Kampfpartie auf 4:1. Angesichts des damit feststehenden Mannschaftssiegs und einer ausgeglichenen Stellung auf dem eigenen Brett bot Jose remis an. Unglücklicherweise liess er im Zuge des Remisangebots eine Figur einstehen. Seine Gegnerin Maja Becker nahm das Remis jedoch trotzdem an und zollte damit, wie MF Thomas es formuliert, der Leistung von Jose den entsprechenden Respekt.
Siegesserie der Zweiten gestoppt - 3,5:4,5 Heimniederlage gegen Niederelbe
Am Sonntag gab es nach 3 Siegen in Folge wieder einmal eine Niederlage für die zweite Mannschaft des SK Union. Der Spielverlauf ist schnell beschrieben: Von Anfang an sah es schlecht aus für die Gastgeber.
Schon nach knapp 3 Stunden hatten Benni und Alfons die Segel gestrichen. Ersterer stand mit einem Minusbauern bei weit offener Königsstellung auf verlorenem Posten, Alfons behandelte ein kompliziertes Endspiel zu oberflächlich. Dazu hatte Max die Eröffnung völlig vergeigt und kämpfte bei schlechter Stellung und halbem Minusbauern schon ab dem 8. Zug nur ums Remis.
Wenig später machten Sascha gegen die Anordnung des MF sowie Heiko ohne Nachfrage Remis, was bei anderem Tabellenstand zu freitäglichem Straftraining geführt hätte. MF Max sollte sich vielleicht einmal bei Schachfreund Magath entsprechende Tipps holen. Merke: Auch wenn der MF schlecht spielt, macht nicht einfach jeder was er will! :-)
Zugegebenermaßen sah Saschas Stellung mit ungleichen Läufern ziemlich remislich aus und Heikos Gegner wollte wohl in besserer Stellung den Mannschaftsstand absichern.
Beim Stand von 1:3 kam wieder Hoffnung auf, als Thomas bei reduziertem Material die Remishoffnungen des Gegners, die sich auf ungleichfarbige Läufer stützten, durch eine taktische Kombination zunichte machte und mit den Damenflügelbauern gewann. Dieser Hoffnungsschimmer wurde allerdings jäh zerstört, als Andreas in ordentlicher Stellung eine Figur einstellte und aufgeben musste.
Damit stand es zur Zeitkontrolle bereits 2:4. Max hatte sich zwar inzwischen durch zähe Verteidigung und dank der Mithilfe des Gegners, der seinen Mehrbauern zurückgeben musste, in ein (trotz gewisser weißer Initiative) remisliches Springerendspiel gerettet. Allerdings waren hier für Max mit Schwarz keinerlei Gewinnaussichten zu sehen. Jan hingegen freute sich am Spitzenbrett mit einem Mehrbauern im Endspiel darauf, wieder einmal seine Knettechnik vorführen zu können.
In der Partie von Max kam dann noch eine Kontroverse auf, als er korrekt dreimalige Stellungswiederholung reklamierte, sich vom souveränen Auftreten seines verbissen auf Gewinn spielenden Gegners ("Wo soll hier eine Stellungswiederholung sein?") allerdings verwirren ließ und sich daher nicht genug Zeit für die Überprüfung nahm. Die Partie lief daher weiter, schipperte allerdings einige Züge später trotzdem sicher in den Remishafen. Damit war die Niederlage auch besiegelt. Jan sorgte schließlich noch für Ergebniskosmetik, indem er seinen Mehrbauern im Leichtfigurenendspiel sicher verwertete und seiner starken Saisonleistung einen Schwarzsieg gegen einen starken Gegner (FM Hertel) hinzufügte.
(Max)
Oldenburger in Bad Zwischenahn
Wie bereits berichtet, fand am Wochenende der 13. Nordwestcup statt. Naturgemäß waren auch einige Oldenburger am Start. Das Endresultat gestaltete sich aber eher durchwachsen aus Union-Sicht. Die Plazierungen im Einzelnen:
Max Meessen (28.), Torsten Thimm (35.) und Ernst Heinemann (42.) erreichten jeweils 4,5/7. Torsten fuhr auch das beste Einzelresultat eines SKU-Spielers ein, als er in Runde 5 mit den schwarzen Steinen gegen FM Zimmermann (DWZ 2256) gewinnen konnte.
Marc Schütte (51.) und Jan Wagner (56.) konnten je 4 Punkte auf der Habenseite verbuchen. Sascha Mader (104.) und Alfons Gudat (107.) kamen auf 3 Zähler. Benjamin Kluin als 134. erreichte 2,5 Punkte, Hartmut Kumeth (150.) 2 und Willi Hilgendorff (166.) kämpfte tapfer, aber leider sprang nur ein Remis heraus.
Zwei Ex-Unionler machten dagegen auf sich aufmerksam: Mikhail Tchetchelnitski kam einem Sieg gegen IM Gerlef Meins sehr nahe (am Schluß remis) und erreichte am Ende Platz 17 mit 5 Punkten, und Franz Groothoff sorgte für den Paukenschlag in Runde 2 als er GM Wladimir Jepischin unerwartet einen halben Punkt abknöpfte.
Thomas Bruckmann (3,5/7, Platz 32) sowie Karl-Friedrich Douwes (2/7, Platz 64) spielten im B-Turnier mit.
Alles in allem ein schönes Turnier, das wie gewohnt hervorragend von Jürgen Wempe und seinem Team organisiert wurde!
(Max)
Pokal-Mannschaftsmeisterschaft in Dortmund
Im Pokal-Wettbewerb auf Bundesebene ist die Mannschaft des SK Union am 20.2. nach Dortmund gefahren, um mit Solingen, Trier und Dortmund einen Viertelfinalisten der deutschen Pokal-Mannschaftsmeisterschaft auszuspielen. Das Los bescherte uns Dortmund, die mit einem Großmeister, zwei internationalen Meistern und einem Fidemeister uns nominell deutlich überlegen waren. Dies zeigte sich dann auch im Spielverlauf an den ersten drei Brettern. Martin Breutigam verlor gegen GM Steingrimsson, Berthold Wittje nahm in einer ausgeglichenen Stellung gegen IM Kohlweyer das Remisangebot an und Heiko Warns verlor gegen IM Heinzel. Der einzige von uns, der sich berechtigte Gewinnhoffnungen machen konnte, war Hartmut Bürckner. Er hatte gegen FM Ackermann einen starken Freibauern, verlor aber durch eine taktische Wendung. So war die Niederlage mit 0,5 : 3,5 etwas zu hoch. Unser Gegner gewann dann am 21.2. gegen Solingen. Wir müssen uns nun mit der Pokalmannschaftsmeisterschaft Niedersachsen-Bremen begnügen, wo Bad Salzdetfurth der nächste Gegner ist.
(Berthold)
Nordwest-Cup
Vom 18.2. bis zum 21.2.2010 findet wieder der Nordwest-Cup in Bad Zwischenahn statt. Unter den bislang angemeldeten 214 Teilnehmern sind auch 10 Spieler vom SK Union Oldenburg. Ilja Schneider ist auch schon voller Vorfreude!
Bezirksklasse: Oldenburg spielt unentschieden
Jose Teixeira ist der überragende Spieler der 3. Mannschaft: Nachdem er in der 5. Runde die Siegesserie von Wolfram Peperle (SC Hümmling) beendet hatte, gewann er am 6. Spieltag durch ein sehenswertes Turmopfer.
Ansonsten schwächelte die Oldenburger Mannschaft gegen den Abstiegskandidaten Quakenbrück 2 etwas: Frühzeitig lagen die Gastgeber nämlich 2:0 in Front, nachdem sich Sven Beer und Thomas Fromm ihren Gegner beizeiten hatten geschlagen geben müssen. In dieser Sitation musste Thomas Bruckmann ein taktisches Remisangebot in gänzlich unklarer Stellung natürlich ablehnen!
Alfred Klingenberg verkürzte daraufhin mit einer zuverlässigen Leistung auf 1:2 aus Oldenburger Sicht. Leider unterlief Willi Hilgendorff in einer remislichen Stellung ein kleiner Fehler, der zum 1:3 führte.
In den verbleibenden Partien konnten jedoch die Oldenburger auftrumpfen: Mannschaftsführer Thomas Bruckmann konnte einen Sieg verbuchen, so dass es Jose am Spitzenbrett überlassen blieb, mit einer tollen Partie zum Endstand von 3:3 auszugleichen.
Mannschaftspokal
Oldenburg ist im Halbfinale der Pokalmannschaftsmeisterschaft Niedersachsen-Bremen: Der Pokalkampf SF Hannover - SK Union Oldenburg endete mit einem souveränen 1:3. Nach einem Remis von Marc Schütte und einem Sieg von Berthold Wittje verzichtete Benjamin Kluin auf gute Gewinnchancen, indem er eine Stellungswiederholung forcierte. Damit hatten wir den Kampf aufgrund der Berliner Wertung schon gewonnen, und Heiko Warns konnte seine Stellung in aller Ruhe gewinnen. Die Ergebnisse sind auf der Seite http://nsv-online.de/ligen/pokal/ zu finden.
Regionalliga: SKU Oldenburg – Post Hannover 6,5-1,5
Ohne Manni geht es nicht! Das dritte Spiel mit Manni und der dritte Sieg. Beim ersten Kampf spielte er Remis, zweiten gewann er, dritten verlor er – egal was er macht, wenn er dabei ist, läuft es für uns gut.
Zum 6.Spieltag: Wie beim jedem Heimspiel haben wir erst einmal ein Rüffel vom Schiedsrichter bekommen, da die Partieformulare nicht den Regeln entsprechen. Bei uns sind 75 Züge auf dem Formular, gefordert sind aber 60 bzw. 40. Netterweise hat er korrekte Partieformulare mitgebracht und uns zur Verfügung gestellt. Er hätte aber auch 8:0 für unsere Gegner werten können. Ein peinliches Kapitel …
Nun aber zu den Partien: Manni sah sich an Brett 3 einer scharfen Eröffnung ausgesetzt, die sein Gegner intensiv vorbereitet hatte. Diese Vorbereitung gab schließlich den Ausschlag für den Verlust, so dass wir 0:1 zurücklagen. Dann ging es aber Schlag auf Schlag: An den Brettern 5 bis 8 konnten Dirk, Ernst, Enno und Hartmut ihre vorteilhaften Stellungen souverän – noch vor der ersten Zeitkontrolle – ausnutzen, so dass es bald 4:1 für uns stand.
An Brett 4 hatte Marc nach reiflicher und langer Überlegung seine Dame gegen drei Figuren eingetauscht. Auf Grund der Stellungsvorteile war es schließlich „ein Spiel auf ein Tor (bzw. König)“, so dass es Marc vorbehalten war, den Mannschaftssieg einzufahren. Kommentar von unserem IM Martin zu dieser Partie: „ Den Zug (Dame gegen 3 Figuren) hätte ich auch gespielt, nur eine halbe Stunde früher!“. Der Konter von Marc: „Nur unsere IMs haben heute versagt!“. Wobei wir nun zum Spitzenbrett kommen. Diese Partie hatte eigentlich nie einen nennenswerten Vorteil für einen der beiden Kontrahenten gebracht, so dass das Remis ein logisches Ergebnis war.
An Brett 2 kam es zu einem interessanten Turmendspiel mit 2 Freibauern auf jeder Seite. Berthold behielt die Nerven und hatte schließlich das bessere Ende für sich.
Nach dem schwachen Start haben wir nun mit dem dritten Sieg in Folge einen gefestigten Platz im Mittelfeld und sollten mit dem Abstieg nichts mehr zu tun haben.
(Enno)
Zweite gewinnt überraschend in Lüneburg
Am Sonntag ging es trotz Verkehrswarnung des Landes Niedersachsen ins kalte Lüneburg zum Kampf beim Tabellenzweiten Turm Lüneburg. Da die Lüneburger aus der Vorsaison wussten, daß Union für eine Überraschung gut sein kann, traten sie abgesehen vom Spitzenbrett in Bestbesetzung an und waren mit Ausnahme von Brett 8 durchweg DWZ-Favorit.
Aufgrund der freien Strassen und der sadistischen Treffpunktzeit überpünktlich eingetroffen, kühlten wir uns erstmal bei gefühlten -15 Grad vor dem Spiellokal ein wenig ab. Entsprechend verliefen auch die Partien erstmal, Jürgen vereinbarte nach relativ kurzer Spielzeit ein achtbares Schwarzremis gegen seinen deutlich DWZ-stärkeren Gegner, und nach knapp 4h zogen auch Heiko und Max nach. Heikos scharfe Stellung war in ein remisliches Endspiel mit ausgeglichenem Material und ungleichfarbigen Läufern verflacht, während der Gegner von Max seine Gewinnchancen in einem ursprünglich sicher etwas besseren Turmendspiel wohl auch nicht mehr allzu optimistisch beurteilte.
Kurz nach der Zeitkontrolle gerieten wir dennoch in Rückstand, als Andreas sich dem Mehrbauern seines Gegners im Endspiel geschlagen geben mußte, den sich dieser in besserer Stellung durch eine kleine Kombination erspielt hatte. Jan hingegen hatte die verdächtige Strategie seines Gegners, der sich selber erheblich geschwächt hatte, sehenswert durch Kombination von Drohungen gegen einen gefesselten Läufer und den schwarzen König widerlegt und entscheidendes Material gewonnen. Damit war der Ausgleich erzielt und der Kampf völlig offen:
Beim Stand von 2,5:2,5 sah die Stellung von Thomas mit Mehrbauer vielversprechend aus, Benni hatte einen Minusbauern, aber dank beiderseitig vorgerückten Freibauern mindestens noch gute Schwindelchancen. Sascha besaß ebenfalls einen starken Freibauern auf der 7. Reihe, auch wenn das Turmendspiel mit 2 verbundenen Freibauern für den Lüneburger durchaus unklar war.
Plötzlich kam jedoch Benni unerwartet zum vollen Punkt: Sein Gegner packte in abgebildeter Stellung den kapitalen Bock 1...Kg6?? aus und fesselte damit selber den Torhüter des d-Bauern! Auf 2. d8=D gab er dann konsterniert und kopfschüttelnd zum Schrecken der Lüneburger Kiebitze die Partie auf. Der Einwand, die Partie sei mit 2. ...a1=D durchaus noch erfolgversprechend fortzuführen, wurde wenig später allerdings durch die hübsche Variante 3. Dg8+ Dg7 4. Txe6+! fxe6 5. Dxe6+ Kh5 (Kh7 6. Sf6+ führt auch zu Matt oder Damenverlust) 6. De8+ Dg6 7. Sf6 matt entkräftet. Daraufhin gaben Sascha und Thomas ihre Partien remis und der Mannschaftssieg war gesichert. Ob in den beiden Partien reelle Gewinnchancen ausgelassen wurden, muß wohl eine genauere Analyse zeigen, zumindest Thomas haderte ein wenig mit dem Schicksal.
Kuriosum am Rande: Im letzten Jahr hatte ebenfalls Benni mit der letzten entschiedenen Partie den 4,5:3,5 Auswärtssieg an derselben Stelle, demselben Brett und gegen denselben Gegner durch Umwandlung seines d-Bauern gesichert!
Mit dem 3. Sieg in Folge orientiert sich Union II nun endgültig nach oben in der Tabelle, auch wenn die Meisterschaft sich der souveräne Tabellenführer Schinkel wohl kaum mehr nehmen lassen wird, insbesondere nachdem ihr Sieg gegen Emden am grünen Tisch auf 8:0 erhöht wurde.
Blitz Grand Prix Februar
Klubmeisterschaft 2010
Die diesjährige Klubmeisterschaft wird als Rundenturnier ausgetragen.
Paarungen und erste Ergebnisse auf der Turnierseite
Landesliga: Klarer Sieg im Nordwestderby gegen dezimierte Emdener
Am Sonntag ging es für die Zweite gegen das bisherige Überraschungsteam der Landesliga, den SK Königsspringer Emden. Diese überraschten aber eher damit, nur zu 6. anzutreten. Wir hatten aufgrund des bisherigen Saisonverlaufs dagegen mit hochmotivierten Emdenern gerechnet. So wurden die eigentlich kampfeslustigen Oldenburger Thomas und Sascha leider frühzeitig ausgebremst, dafür stand es vor Anpfiff schon 2:0.
Im Kampf selbst tat sich lange nichts, die meisten Partien wurden eher positionell angelegt. Die Ausnahme war Benni, der sich mit einem scharfen Königsangriff schnell großen Vorteil verschafft hatte. Alfons hingegen hatte eine positionelle Ruine und wenig später einen Minusbauern zu verwalten. Die anderen Partien erschienen relativ ausgeglichen.
Wie so oft dauerte es bis kurz vor der Zeitkontrolle, bevor sich etwas tat. Max und sein Gegner einigten sich in einem totremisen Läuferendspiel auf das unvermeidliche Ergebnis, nachdem zuerst Max am Drücker schien und später der Emdener etwas die Initiative auf seiner Seite hatte, diese aber auch nicht entscheidend verdichten konnte.
Nachdem Max somit auch die 5. Schwarzpartie unbeschadet überstanden hatte, konnte sein Weißpendant Heiko an Brett 2 wieder zuschlagen. Er schien aufgrund der gegnerischen Schwächen die ganze Partie etwas besser zu stehen, und in der Zeitnotphase kam dann das Aus für den Emdener per Königsangriff Figureneinsteller
. Heiko baute damit seine Serie auf 3,5/4 aus.
Ebenfalls in der Zeitnotphase musste sich Benni leider doch noch geschlagen geben. Mit etwas Arbeit am Zeitmanagement wären aus seinen oft gut herausgespielten Partien noch deutlich mehr Punkte möglich. Der Partieverlust schmerzte aus Mannschaftssicht aber kaum, denn kurze Zeit später stellte der Gegner von Andreas mit Minusbauer und Krückenläufer gegen Monsterspringer frustriert den Widerstand etwas vorzeitig ein, auch wenn der Sieg für einen formstarken Andreas (jetzt 3/3) wohl nur noch eine Frage der Zeit gewesen wäre. Damit war beim Stand von 4,5:1,5 der Mannschaftssieg gesichert.
Alfons hatte sich zwischenzeitlich von seinem Eröffnungsfiasko gut erholt und durch zähe Verteidigung ein unklares Turmendspiel herbeigeführt, das angesichts des entschiedenen Mannschaftskampfes keiner mehr gewinnen wollte und remis gegeben wurde. Somit spielte zuletzt (wieder einmal) Jan, der die ganze Partie über angenehmer mit Schwarz stand, dann allerdings in Zeitnot etwas ungenau abwickelte. Am Schluß befürchteten die Kiebitze einen Vorteil im Turmendspiel für den Emdener, aber auch dieser hatte genug gesehen und die Partie wurde zum Endstand von 5,5:2,5 remis gegeben. Damit steht Union II überraschend auf Platz 3 der Tabelle und dürfte zumindest den Klassenerhalt praktisch sicher haben, bevor es in 2 Wochen zum Auswärtsspiel beim Aufstiegsaspiranten aus Lüneburg geht.
(Max)
Landeseinzelmeisterschaften 2010
Auch wenn die Meldung nicht mehr ganz aktuell ist (sondern von Anfang Januar): Nachdem FM Marc Schütte keinen Freiplatz im Meisterturnier der Landesmeisterschaften erhalten hatte, gewann er kurzerhand das Open mit 6/7 Punkten vor 159 Teilnehmern! Bei gleicher Punktzahl und gleicher Buchholz hatte er in der Buchholzsumme 7 Punkte mehr als der Zweitplatzierte.
Bei der stark besetzten Offenen Bremer Blitzeinzelmeisterschaft 2010 hat Arno Köhne einen hervorragenden 8. Platz erzielt (u.a. Sieg gegen FM Joachim Asendorf)!
Rangliste (www.landesschachbundbremen.de)
Klubmeisterschaft
Die Klubmeisterschaft 2010 startet am Freitag, den 22. Januar um 20.00 Uhr! Bis Ende Mai werden 7 Runden gespielt. Anmeldungen sind bis unmittelbar vor der 1. Runde am Spielort möglich!
Ausschreibung als PDF
Pokalerfolge Oldenburger Mannschaften
Auf ein erfolgreiches Pokalwochenende kann der SK Union Oldenburg zurückblicken. Am Samstag, den 16. Januar ging es in der Vorrunde der Pokal-Mannschaftsmeisterschaft nach Hamburg zum Kampf gegen den SC Diogenes. Die erste Mannschaft des Gastgebers spielt in der Oberliga Nord Nord und trat nominell in leicht stärkerer Besetzung an. Dennoch konnten sich die Oldenburger durchsetzen: Martin Bräutigam, Ernst Heinemann und Max Meessen erzielten jeweils sichere halbe Punkte, während Berthold Wittje am 2. Brett trotz zwischenzeitlich kritischer Stellung den Siegtreffer erzielte, indem er das Verteidigungspotential einer zum Schutze der Königsstellung nach h8 berufenen Dame demonstrierte.
Am darauffolgenden Sonntag empfingen die Oldenburger in der 3. Runde der Pokal-Mannschaftsmeisterschaft Niedersachsen/Bremen die Mannschaft der SF Leherheide im Sandberg. Hier setzte Max mit der zweitschnellsten Gewinnpartie seiner Karriere (10. Züge!) schnell einen wegweisenden Akzent. Nachdem Ernst seine Partie hatte Remis halten können, war es wiederum Berthold, der den Mannschaftssieg sicherstellte. In einer strategisch sauber vorgetragenen Partie eroberte er zuerst einen Bauern und erhielt in der Folge ein unwiderstehliches Freibauernpaar. So spielte der Partieverlust von Marc, der eine Qualität für letztendlich unzureichende Angriffschancen geopfert hatte, keine Rolle mehr.
Ergebnisse Pokalmannschaftsmeisterschaft 2009/2010
Blitz Grand Prix
Weihnachtsblitzturnier
Mit 14 Punkten aus 14 Partien (!) hat Dirk Bredemeier mehr als souverän das traditionelle Weihnachts-Blitzturnier für sich entschieden!
SK Union Oldenburg III: Dramatik im "Beerkrog"
Hart umkämpfte Partien und einen bis zum Schluss offenen Ausgang bot der Mannschaftskampf SK Brake - SK Union 3 in der Bezirksklasse. Eine zügige Niederlage von MF Thomas Bruckmann konnte Jose an Brett 1 umgehend ausgleichen, indem er seinen starken Gegner in einer sehenswerten Partie bezwang (siehe in der Partieauswahl auf der rechten Seite!).
Alfred Klingenberg musste ein Turmendspiel mit einem Minusbauern verteidigen, zeigte jedoch die gewohnte Sicherheit und rang seinem Gegner ein Remis ab: Zwischenstand 1,5 - 1,5.
Nachdem sich Willi Hilgendorf nach hartem Kampf seinem jungen Gegenspieler hatte geschlagen geben müssen, lag es an Leonid Skorin und Thomas Fromm, doch noch eine Wende zugunsten von Oldenburg herbeizuführen. Leonid konnte tatsächlich in der Endphase der Partie sehr viel Druck aufbauen und diesen Vorteil zu einem Sieg verwerten.
Bei erneut ausgeglichenem Punktestand musste nun also die letzte Partie über Mannschaftssieg, Unentschieden oder gar Niederlage entscheiden. Das entstandene Endspiel sah zeitweilig zwar stark remislich aus, Thomas Fromm zog jedoch alle Register und konnte tatsächlich nach 80 Zügen den Sieg realisieren. Endstand 3,5 - 2,5!
Oldenburg - Uelzen, die Erste: Gelungene Revanche
Ob es am Eingreifen des genesenen Manfred Herrmann lag? Jedenfalls konnte die 1. Mannschaft am vergangenen Spieltag endlich die ersten Punkte in der Regionalliga einfahren! Manfred legte dafür die Basis mit einem sicheren Remis (mit Schwarz aus einer Position der Stärke heraus).
Einen nicht ganz so guten Tag hatte dagegen "Doc" Dornieden erwischt, der früh einen Bauern verlor, danach nicht mehr ins Spiel kam und sich früh geschlagen geben musste. Aber noch vor der Zeitkontrolle konnte Marc das Punktekonto ausgleichen: In einer theorielastigen Sizilianisch-Variante zwang er seinen Gegner in eine schwer zu verteidigende Stellung, bis dieser in Zeitnot nicht mehr den richtigen Weg durch das Stellungslabyrinth fand.
Die danach noch offenen Partien stimmten überwiegend optimistisch. So überspielte Martin an Brett 1 mit Schwarz seinen Gegner ähnlich souverän Dirk an Brett 5. Ums Remis kämpfen musste Berthold, konnte aber ein Endspiel mit Minusbauern umsichtig verteidigen. Der Kampf wurde noch einmal spannend durch die Niederlage von Torsten, der in einer bis dahin stark gespielten Partie für die Qualität 3 Freibauern am Königsflügel erhalten hatte, dann aber den Faden verlor.
In der letzten noch offenen Partie musste Ernst also mindestens Remis halten, um den Mannschaftssieg festzuhalten. In einer komplizierten Partie mit Schwerfiguren und verschiedenfarbigen Läufer hatte er zwar zwei Mehrbauern, wichtiger als der Materialvorteil waren aber die auf die Läufer gestützten wechselseitigen Angriffschancen. Ernst behielt dabei bis zum Ende einen kühlen Kopf und sicherte mit seinem Partiegewinn das Endergebnis von 5:3.
Der Mannschaftssieg ist nicht nur wichtig, um sich vom Tabellenende abzusetzen, sondern auch eine gelungene Revanche für die beiden unglücklichen Niederlagen in den vorhergehenden Begegnungen zwischen den beiden Mannschaften.
Uelzen – Oldenburg, die Zweite: Hart erkämpfter Auswärtssieg
Am Sonntag stand für die Zweite des SK Union die längste Auswärtsfahrt der Saison an, ins malerisch in der westsibirischen Steppe gelegene Uelzen. Leider erwies sich der Treffpunkt als zu früh für einen Oldenburger, so dass das Spiel mit nur 7 Mann bestritten werden musste.
Zunächst machte der Kampfverlauf auch wenig Hoffnung, es passierte erst einmal nicht viel, aber die Stellungen der Gastgeber machten insgesamt den besseren Eindruck, und wir lagen ja auch 0:1 zurück. Nach ca. 3 Stunden begann der Kampf aber zusehends zugunsten der Oldenburger zu kippen. Zunächst hatte Alfons gegen einen stark aufspielenden Uelzener Jugendspieler den Druck geschickt durch ein Bauernopfer mit Übergang in ein remisliches Turmendspiel abgeschüttelt. Sascha gab in scharfer Stellung mit beiderseitigen Möglichkeiten die Qualität für zusätzliche Angriffschancen. Diese genügten dann aber nur zu Dauerschach und einem leistungsgerechten Remis in einer von beiden Seiten mit offenem Visier geführten Partie.
Den Ausgleich besorgte dann nach 4h Max, dem die Eröffnung gründlich missraten war und der sich schon nach ca. 15 Zügen mit verschiedenen Mattplänen konfrontiert sah. Ein Damenausfall, der vom Gegner unterschätzt wurde und die Schwächen der weißen Stellung aufdeckte, führte dann aber zu Gegenspiel, das der konsternierte Weiße nicht mehr in den Griff bekam und schnell in einer Gewinnstellung für Schwarz resultierte.
Uelzen ging noch einmal in Führung, als Jürgen trotz Mehrqualität die Überlegenheit des gegnerischen Läuferpaars in Kombination mit einem Freibauern anerkennen musste, aber angesichts dreier Gewinnstellungen an den verbleibenden Brettern war das zu verschmerzen. Zwar konnte Jan seinen Mehrbauern im Turmendspiel gegen seinen schweren Gegner nicht verwerten, dafür fuhr der wieder stark aufspielende Andreas seine Mehrqualität im Endspiel technisch sicher per Mattangriff nach Hause und behielt somit seine weiße Weste an.
Beim Stand von 3,5:3,5 war es nun an Heiko, den Mannschaftssieg perfekt zu machen. Er hatte sich bereits aus der Eröffnung heraus ein vorteilhaftes Endspiel verschafft mit mehr Raum und einem typischen besseren Läufer. Nun stand er vor der Aufgabe, ein nicht einfaches Turmendspiel mit Mehrbauer zu gewinnen. Er löste diese aber souverän und so stand nach gut 6 Stunden ein hart erkämpftes 4,5:3,5 zu Buche.
Durch den enorm wichtigen Sieg setzt sich Union 2 im Mittelfeld fest, während die Gastgeber weiterhin sieglos sind. Nach der Winterpause kann dann am 24.1. mit einem Sieg im Heimspiel gegen das Überraschungsteam aus Emden der Klassenerhalt bereits praktisch gesichert werden.
(Max)
1. Runde Dähnepokal: Andreas Wetjen - Marc Schütte 1:0
Alfons Gudat hat bei den bei den offenen Seniorenmeisterschaften von Mecklenburg-Vorpommern mit 6 Punkten aus 9 Partien einen hervorragenden 13. Platz erreicht!
Blitz Grand Prix
Kreisklasse: Union Oldenburg III - Weißer Turm Rastede 1.5 - 4.5
Trotz der eindeutigen Niederlage zieht Mannschaftsführer Thomas Bruckmann eine positive Bilanz. Denn obwohl diesmal sogar zwei Leistungsträger - Jose und Alfred - an die zweite Mannschaft abgeben werden mussten, stimmte der Teamgeist: Reinhard Christophers und Sven Beer sprangen in die Bresche und sorgten dafür, dass die Mannschaft vollzählig antreten konnte. Dabei gelang Sven sogar ein "Schnellsieg": Nach einer Stunde Spielzeit hatte er bereits den gegnerischen König mit fataler Wirkung eingeklemmt!
Willi Hilgendorff konnte diesmal ein Remis herausspielen. Das war es dann allerdings auch mit zählbaren Erfolgen für die Oldenburger, denn Leonid Skorin und Reinhard standen zwar zwischenzeitlich recht gut, mussten sich jedoch am Ende ebenso geschlagen geben wie Thomas Fromm, der an Brett 1 diesmal vor einer (zu) schweren Aufgabe stand. Und der Mannschaftsführer hatte sich durch den Gewinn von 2 Bauern in ein positionelles Desaster begeben.
Am 13.12. geht es gegen den SK Brake, der in der Tabelle momentan gleichauf mit Oldenburg liegt.
Landesliga: Union Oldenburg II - SG Schinkel 3-5
Es war zu erwarten gewesen, dass es gegen den Fast-Aufsteiger der letzten Saison (damals ging die Begegnung nach großem Kampf 4:4 aus) nicht einfach werden würde, zumal Oldenburg erneut auf zwei Stammkräfte (diesmal Jürgen und Andreas) verzichten musste.
Dabei war der Ausgang des Mannschaftskampfs lange offen; lediglich Benny hatte aus der Eröffnung heraus Probleme, die erst die Qualität und trotz zäher Gegenwehr später die Partie kosteten. Von den Ersatzspielern konnte Jose diesmal nicht an die sicheren Leistungen seiner vorherigen Einsätze anknüpfen und verlor nach wechselvollem Kampf. Dagegen münzte Alfred "Ali" Klingenberg seinen DWZ-Vorteil an Brett 8 in einen technisch sauberen Sieg um. Thomas hatte an Brett 6 erneut eine scharfe Stellung auf dem Brett, sein Angriff drang jedoch nicht entscheidend zum schwarzen König durch, wonach der gegnerische Materialvorteil zur Geltung kam.
Die Partien an den Brettern 1 bis 4 gingen allesamt Remis aus - jeweils nach hartem Kampf. So konnte Sascha an Brett 4 seinen Gegner lange Zeit einschnüren, liess am Ende aber doch noch Gegenspiel zu. Dem allgemeinen Eindruck, dass in dieser Begegnung für Oldenburg mehr drin war als eine 3:5-Niederlage, entspricht auch das Ende der Partie Botschek - Wagner an Brett 1:
Der weiße König fühlt sich unwohl, zumal der Bauer d3 nicht zu halten ist. 27... Sb4! 28.Txa7? Der Turm e1 musste vor der Springergabel flüchten. 28... Sxd3? Eigentlich war der Knockout 28... Txc3! auch bei knapper Zeit nicht schwierig zu finden. Schwarz war jedoch der Halluzination erlegen, Weiß habe den Zwischenzug Te8+ zur Verfügung. 29. bxc3 Sxd3+ und nach 30. Kd2 (oder Kd1) holt Schwarz zuerst den Lf4 und dann den Te1 ab: 30... Sxf4+ 31. Ke3 (31.Kc1 Sd3+) 31... Sg2+.
Nach der Partiefortsetzung verflüchtigt sich der schwarze Vorteil schnell: 29. Kb1 Sxf4 (29... Sxe1 30. Sxd5 Td8) 30. gxf4 Td2 31. Tb7 Txf2 32. Txb3 mit Remis im 37. Zug.
Max Meessen hat souverän das erste Fischerschach(Schach 960)-Turnier am 27.11.2009 gewonnen! Kreuztabelle
Oldenburgs Erste unterliegt Werder Bremen 2
Der Mannschaftskampf von Union Oldenburg 1 stand unter dem Vorzeichen "David gegen Goliath": Angeführt von Bundesliga-erfahrenen Spielern wie GM Fish, IM Meins und Sven Joachim, konnte die gegnerische Mannschaft von Werder Bremen ein deutliches Elo-Übergewicht in die Waagschale werfen - an einigen Bretter bis zu 200 Punkte. Der Endstand von 2,5 - 5,5 erschien insofern standesgemäß - allerdings haben sich die Oldenburger besser geschlagen, als es das bloße Ergebnis aussagt:
Am Spitzenbrett hätte Martin Breutigam im frühen Mittelspiel Ausgleich, evtl. sogar leichten Vorteil erhalten können. Das stattdessen entstandene Endspiel mit Springer und drei Bauern (auf Martins Seite) gegen Turm und zwei Bauern war zwar theoretisch immer noch zu halten; der Großmeister knetete die Stellung jedoch solange weiter, bis Martin im Zeitbonus-Modus der entscheidene Fehler unterlief.
An Brett 5 hätte Enno ebenfalls eine leicht vorteilhafte Stellung erreichen können, leistete sich jedoch ein taktisches Übersehen und verlor unglücklich. Dagegen konnte Dirk an Brett 4 gegen Peter Lichmann, den deutschen A-Jugendmeister von 2008, nach langem, zermürbendem Kampf verdient Remis halten.
Erfolgreich war Oldenburg vor allem an den hinteren Brettern: "Doc" Manfred Dornieden gewann an Brett 7 bereits in der Eröffnung einen Bauern und verwertete diesen souverän in einem Turmendspiel. Und auch Torsten Thimm zeigte eine saubere technische Leistung: Nachdem er eine Figur gegen 2 Bauern gewonnen hatte, münzte diesen Vorteil zu einem Sieg um, ohne dem Gegner noch eine Chance zu geben.
Angesichts der Klasse der gegnerischen Mannschaft, die von der Spielstärke her im oberen Drittel der 2. Liga anzusiedeln ist, hat sich die Oldenburgs Erste ungeachtet der Niederlage eine achtbare Leistung gezeigt, was für die nächsten Mannschaftskämpfe hoffen lässt.
Bericht Teil 1