Seniorenwertungsturnier 2017

Gruppe A: 
Gruppe B:

Jahreshauptversammlung

Die Jahreshauptversammlung des Schachklubs SK Union Oldenburg findet am 7. Juli 2017 im 20 Uhr im Haus der Jugend statt!

Tagesordnung

Seniorenwertungsturnier 2017

Gruppe A: 
Gruppe B:

1. Schulschachturnier in Oldenburg

111 Kinder und Jugendliche fanden sich heute im Haus der Freien Christlichen Gemeinde zum 1. Schulschachturnier in Oldenburg zusammen.

U8Teilnehmer Rangliste
U10
Teilnehmer Rangliste
U12
Teilnehmer Rangliste
U14
Teilnehmer Rangliste
U16
Teilnehmer Rangliste

Jahreshauptversammlung

Die Einladung zur JHV am 7.7.17, hier als PDF-Datei
Es geht los um 20 Uhr im Haus der Jugend (Von-Finkh-Str.)

Seniorenwertungsturnier 2017

Termine zum Wertungsturnier der Gruppen A und B. Alle Paarungen der Gruppe A (Rundenturnier) und Paarungen Runde 1 Gruppe B.

Runde 1: 02.06.2017/09.06.
Runde 2: 16.06.2017/23.06.
Runde 3: 30.06.2017/07.07.
Runde 4: 14.07.2017/21.07.
Runde 5: 28.07.2017/04.08.
Runde 6: 11.08.2017/18..08.
Runde 7: 25.08.2017/01.09.

27. Oldenburger Stadtmeisterschaft der Senioren

Heinrich Cordsen und Alfred Klingenberg teilten sich den 1. Platz bei der 27.Oldenburger Stadtmeisterschaft der Senioren. Beide erreichten 8 von 9 möglichen Punkten bei gleicher Buchholzwertung. Den 3.Platz belegte Alfons Gudat mit hervorragenden 7 Punkten. Allen drei Spielern unseren Glückwunsch!

Turniertabelle auf schachund.de

Seniorenwertungsturnier 2017

Vom 02. Juni – 01. September 2017 findet das Wertungsturnier der Senioren in den Gruppen A und B statt. Aus der Gruppe A steigen die beiden Letztplatzierten in die Gruppe B ab, die beiden Erstplatzierten der Gruppe B steigen in die Gruppe A auf. Gruppe A  findet als Rundenturnier, Gruppe B im Schweizer System 7 Runden statt. Beide Gruppen werden DWZ-gewertet. 

Spielbeginn 15.00 Uhr im Hotel Heinemann, Karenzzeit 30 min. Sollte nach Ablauf der 30 min ein Spieler nicht anwesend sein, wird die Partie für ihn als verloren gewertet. Gespielt werden 2 Std./1 Std./30 min Rest der Partie.

 Da Gruppe A als Rundenturnier stattfindet, dürfen Partien vorgezogen bzw. später gespielt werden. Der Turnierleiter ist davon zu unterrichten. Im Anhang die Teilnehmerlisten der Gruppen A+B. Wer nicht spielen will, bitte Bescheid geben!

Vorl. T

Vom 02. Juni – 01. September 2017 findet das Wertungsturnier der Senioren in den Gruppen A und B statt. Aus der Gruppe A steigen die beiden Letztplatzierten in die Gruppe B ab, die beiden Erstplatzierten der Gruppe B steigen in die Gruppe A auf. Gruppe A  findet als Rundenturnier, Gruppe B im Schweizer System 7 Runden statt. Beide Gruppen werden DWZ-gewertet. 

Spielbeginn 15.00 Uhr im Hotel Heinemann, Karenzzeit 30 min. Sollte nach Ablauf der 30 min ein Spieler nicht anwesend sein, wird die Partie für ihn als verloren gewertet. Gespielt werden 2 Std./1 Std./30 min Rest der Partie.

 Da Gruppe A als Rundenturnier stattfindet, dürfen Partien vorgezogen bzw. später gespielt werden. Der Turnierleiter ist davon zu unterrichten. Im Anhang die Teilnehmerlisten der Gruppen A+B. Wer nicht spielen will, bitte Bescheid geben!

Vorl. Teilnehmerliste Gruppe A
Vorl. Teilnehmerliste Gruppe B

In f├╝nf Minuten in die 2. Bundesliga

Oldenburg kämpft Uelzen nieder und sichert sich den 1. Platz in der Oberliga NordWest

Zum Saisonfinale empfing unsere Erste die Schachfreunde aus Uelzen, während Aufstiegskonkurrent Hellern gegen Werder Bremen III antrat. Im Gegensatz zum Aufstieg vor 3 Jahren, als wir in der letzten Runde als Außenseiter befreit aufspielten, standen wir diesmal unter dem psychologischen Druck, die Tabellenführung "nur" gegen einen Abstiegskandidaten verteidigen zu müssen. Zum Glück verstärkte uns erneut Martin am 1. Brett - und brachte die Uelzener Vorbereitung durcheinander.

Nach 2 Stunden hatte sich an mehreren Brettern ein spannungsgeladener Kampf entwickelt: Martin hatte mit Schwarz einen Turm auf a8 geopfert und dafür die weiße Dame auf eben diesem Felde gefangen genommen. Dirk sah sich im Königsinder einem scharfen Bauernopfe

Oldenburg kämpft Uelzen nieder und sichert sich den 1. Platz in der Oberliga NordWest

Zum Saisonfinale empfing unsere Erste die Schachfreunde aus Uelzen, während Aufstiegskonkurrent Hellern gegen Werder Bremen III antrat. Im Gegensatz zum Aufstieg vor 3 Jahren, als wir in der letzten Runde als Außenseiter befreit aufspielten, standen wir diesmal unter dem psychologischen Druck, die Tabellenführung "nur" gegen einen Abstiegskandidaten verteidigen zu müssen. Zum Glück verstärkte uns erneut Martin am 1. Brett - und brachte die Uelzener Vorbereitung durcheinander.

Nach 2 Stunden hatte sich an mehreren Brettern ein spannungsgeladener Kampf entwickelt: Martin hatte mit Schwarz einen Turm auf a8 geopfert und dafür die weiße Dame auf eben diesem Felde gefangen genommen. Dirk sah sich im Königsinder einem scharfen Bauernopfer seines im Saisonverlauf bislang unbesiegten Gegners ausgesetzt. Max Gegner hatte gar schon im 2. Zug mit dem Königsgambit einen Bauern gegeben. Kampflos wollten die Gäste aus der Hansestadt offenbar nicht untergehen! Sebastians Gegner servierte dagegen eine solide russische Verteidigung, was Basti erst einmal zum Grübeln veranlasste ("Wie vermeide ich ein Remis im Russen?!"); schließlich traf er mit dem Dreispingerspiel wohl eine gute Wahl! An den hinteren Brettern schien dagegen sachliches Positionsschach das Mittel der Wahl gegen die dort nominell etwas schwächeren Gäste zu sein: Berthold spielte einen soliden Bogo-Inder, den sein Gegner offenbar nur ansatzweise verstand. Ernst und Marc sammelten emsig kleine Vorteile und Jan schien mit seinem üblichen Reti-Aufbau anfänglich auf gutem Wege.

Das erste Erfolgserlebnis brachte Martin dann an Brett 1: Auf dem - möglichen? - Weg aus dem Dickicht der Verwicklungen und aus dem Gefängnis seiner Dame hatte FM Laubsch derart viel Zeit verbraucht, dass er schließlich von Martins wenigen, aber sehr aktiven Figuren gnadenlos überspielt wurde. Dies schien einigen Uelzener Spielern, die innerlich auf den Mehrturm  gesetzt hatten, einen psychologischen Schlag zu versetzen! Jans Gegner an 8. hingegen war weit genug weg um unbeeindruckt zu bleiben. Er hatte mit geschicktem Figurenspiel gefährliche Angriffschancen erlangt, so dass Jan - taktisch richtig - ins Remis abwickelte. Indes hatte Max zwischenzeitlich einen wichtigen Bauern verloren. Ernst hatte eine Qualität mehr, sein Gegner dafür aber zwei erbundene Freibauern. Auch am 2. Brett waren drei Ergebnisse denkbar ...

In beiderseitiger Zeitnot nutzte Dirk seine Chancen dann aber konsequenter als sein Gegner und baute mit einer Dame-Läufer-Batterie eine unparierbare Mattdrohung auf. Innerhalb von fünf Minuten brachen nun - fast - alle Dämme: Sebastian hatte gerade die gegnerischen Schwächen am Königsflügel gekonnt ausgenutzt und gewonnen, da verdichtete auch Marc seine Positionsvorteile zu einem schönen Mattfinale. Dann konnte Ernst die gegnerische Dame erobern, so dass der Ausgang des Kampfes fest stand. Max musste leider einem gegnerischen Freibauern auf d7 Tribut zollen und aufgeben; Berthold hingegen konnte mit einer unvertreibbaren Krake auf d4 gegen einen schwachen Läufer und ein bis zwei Mehrbauern den Todeskampf der weissen Steine noch auskosten ... Am Ende stand ein klares 6,5 zu 1,5, wobei der Mannschaftssieg auch erforderlich war, da Hellern seine Pflicht ebenfalls erfüllte und gewann.

Erfolgsgarant in dieser Saison war die mannschaftliche Geschlossenheit der Ersten. Während sich die vorderen Bretter - allen voran Dirk mit 5,5 Punkten aus 9 Partien an Brett 1 - auch gegen hochkarätige Gegnerschaft hervorragend schlugen, waren die hinteren Bretter mit Mark (7 aus 9), Hartmut (5,5 aus 8) und Jan (7,5 aus 9) diesmal eine "sichere Bank“. Und dann gibt es ja noch die „Edeljoker“ Martin und Manni!

Bericht von Dirk (mit kleinen Ergänzungen)

Oldenburger Stadtmeisterschaft der Senioren: 8. Runde

Oldenburg wankt - Bremer SG f├Ąllt

Die Lage vor dem Auswärtskampf unserer Ersten gegen die Bremer SG war klar: Wir mussten im Fernduell mit Hellern im Kampf um den Aufstieg Schritt halten, die Bremer mussten im Kampf um den Klassenerhalt unbedingt punkten.

Nach nur knapp 2 Stunden gab es an Brett 1 zwischen Dirk und Altmeister GM Zeitlein ein kurzes Remis. Zu diesem Zeitpunkt schien sich der Kampf eher zu Gunsten des Underdogs aus Bremen zu entwickeln: An fast allen Brettern hatte die Heimmannschaft Zeitvorteil, Max musste sich mit Schwarz Druck von IM Borik erwehren, Sebastian hatte zwar Raumvorteil aber keinen klaren Angriffspunkt, Berthold stand gedrückt, Ernst hatte einen Bauern geopfert, Marc und der Käpt´n standen eher unklar, während sich Jan schließlich gegen "Mr. 100%" Krajina in einer etwas passiv wirkenden Struktur wiederfand.

In den folgenden Stunden jedoch wendete sich das Blatt; die

Die Lage vor dem Auswärtskampf unserer Ersten gegen die Bremer SG war klar: Wir mussten im Fernduell mit Hellern im Kampf um den Aufstieg Schritt halten, die Bremer mussten im Kampf um den Klassenerhalt unbedingt punkten.

Nach nur knapp 2 Stunden gab es an Brett 1 zwischen Dirk und Altmeister GM Zeitlein ein kurzes Remis. Zu diesem Zeitpunkt schien sich der Kampf eher zu Gunsten des Underdogs aus Bremen zu entwickeln: An fast allen Brettern hatte die Heimmannschaft Zeitvorteil, Max musste sich mit Schwarz Druck von IM Borik erwehren, Sebastian hatte zwar Raumvorteil aber keinen klaren Angriffspunkt, Berthold stand gedrückt, Ernst hatte einen Bauern geopfert, Marc und der Käpt´n standen eher unklar, während sich Jan schließlich gegen "Mr. 100%" Krajina in einer etwas passiv wirkenden Struktur wiederfand.

In den folgenden Stunden jedoch wendete sich das Blatt; die Oldenburger schlugen zurück, während die Bremer sichtlich nervöser werdend Schritt für Schritt an Terrain verloren: Max glich durch geschickte Läufermanöver aus und vermied auch die letzten tückischen Fallstricke, so dass Borik ins Remis einwilligen musste. Sebastian hatte sich deutliche Vorteile in Form eines unvertreibbaren Zentralspringers gesichert. Berthold federte eine scheinbar zum Sieg führende Kombination seines Gegners geschickt ab und errichtete schließlich trotz Minusbauer eine Festung mit ungleichfarbigen Läufern. Ernst hatte die Vorzüge seiner Stellung (Läuferpaar, bessere Struktur) nach und nach zur Geltung gebracht und versetzte FM Juhnke kurz vor der Zeitkontrolle in dessen Zeitnot den Todesstoß. Jan zeigte, dass er noch unbesiegbarer als Krajina ist, nutzte dessen zeitnotbedingten Fehler aus und führte den sich ergebenden Qualitätsvorteil im Endspiel elegant zum Sieg. Jans sechste Gewinnpartie in dieser Saison! 

Der Käpt´n behielt erneut in einer brandheissen Stellung - eigentlich standen beide Könige auf Matt - einen kühlen Kopf und gewann ebenfalls. Marc steuerte mit einem Remis aus der Position der Stärke heraus zum herausragenden Ergebnis unserer Hintermannschaft bei und Sebastian begnügte sich - widerwillig aber unausweichlich - schließlich in einem Damenendspiel mit Remis.

Durch den klaren Auswärtssieg mit 5,5 zu 2,5 haben wir den ersten Platz verteidigt. Da auch Hellern gewann, kommt es in 2 Wochen zum Finale um die Oberliga-Meisterschaft: Wir gegen Uelzen, Hellern gegen Werder Bremen III. Die Bremer SG hingegen muss unbedingt gegen Hannover 96 gewinnen, sonst tritt das sympathische Oberliga-Urgestein den Weg in die Landesliga an.
Bericht von Dirk

Osterzeit ist Turnierzeit

In der Osterzeit gab es bundesweit diverse Möglichkeiten, dem Schachsport zu frönen. Unter anderem fanden die GRENKE Chess Classic in Karlsruhe und Baden Baden statt sowie in Oberhausen das kleinere, aber nichtsdestotrotz interessante OsterOpen der Stadtsparkasse Oberhausen - beide mit Oldenburger Beteiligung:

Oldenburger Stadtmeisterschaft der Senioren: 6. Runde

Achtung: Aufgrund des Karfreitags am 14.4. sind die Spiele der 6. Runde am 7.4. zu absolvieren!

Erste verteidigt Tabellenf├╝hrung - 4,5 : 3,5 gegen Tempo Göttingen

Bei Schmuddelwetter musste im Haus der Jugend gegen die kompakte Mannschaft aus Göttingen ein Sieg her, um vorne zu bleiben, da die Verfolger Delmenhorst und Hellern gegeneinander spielten und somit punkten würden. Es ging sehr gut los, als Dirk ein sizilianisches Theorieduell schnell für sich entscheiden konnte. Auf der Suche nach einer Widerlegung von Dirks riskantem Aufbau übersah der Göttinger Nachwuchsspieler einen Figurenverlust. Leider kassierten wir auch bald den Ausgleich, da Hartmut zum ersten Mal in dieser Saison die Segel streichen musste. Berthold brachte uns wieder in Führung, indem er gegen die extravagante Eröffnungsbehandlung des Gegners eine schöne Druckstellung aufbaute. Zwischendurch rettete sich Marc aus einer ausgangs der Eröffnung schief gegangenen Stellung durch ein gut getimetes Remisangebot.

Der Trend, dass diesmal ungewöhnlich viele Partien vor der Zeitkontrolle beendet wurden,

Bei Schmuddelwetter musste im Haus der Jugend gegen die kompakte Mannschaft aus Göttingen ein Sieg her, um vorne zu bleiben, da die Verfolger Delmenhorst und Hellern gegeneinander spielten und somit punkten würden. Es ging sehr gut los, als Dirk ein sizilianisches Theorieduell schnell für sich entscheiden konnte. Auf der Suche nach einer Widerlegung von Dirks riskantem Aufbau übersah der Göttinger Nachwuchsspieler einen Figurenverlust. Leider kassierten wir auch bald den Ausgleich, da Hartmut zum ersten Mal in dieser Saison die Segel streichen musste. Berthold brachte uns wieder in Führung, indem er gegen die extravagante Eröffnungsbehandlung des Gegners eine schöne Druckstellung aufbaute. Zwischendurch rettete sich Marc aus einer ausgangs der Eröffnung schief gegangenen Stellung durch ein gut getimetes Remisangebot.

Der Trend, dass diesmal ungewöhnlich viele Partien vor der Zeitkontrolle beendet wurden, setzte sich am Brett von Jan fort, der trotz Bauernverlust gegen den ELO-stärksten Spieler der Gäste an Brett 8(!) remis hielt. Somit ging es mit einer knappen Führung von 3:2 in die heiße Phase. Max hätte diese ausbauen können: Nach eher harmloser Eröffnungsbehandlung bot er einen Bauern an, den der Gegner ablehnte und stattdessen selber einen opferte. Max nahm an und die Stellung verschärfte sich gewaltig. Gerade als es schien, als sollte der Oldenburger das Gegenspiel in den Griff bekommen, führten Ungenauigkeiten in Zeitnot und eine zähe, erfindungsreiche Verteidigung des Göttingers dazu, dass Max Dauerschach erzwingen musste.

Somit spielten wie schon gegen Bremen Sebastian und Ernst um den Mannschaftssieg. Und diesmal behielt Sebastian die Nerven: Er hatte den Gegner dauerhaft unter Druck gesetzt, sodass dieser kurz nach der Zeitkontrolle in schwieriger Stellung fehlgriff und eine Figur verlor. Sebastian verwertete sicher und brachte somit den Sieg unter Dach und Fach. Leider konnte Ernst danach sein Endspiel mit Minusbauer nicht verteidigen und musste schließlich dem Gegner gratulieren. Unter dem Strich stand aber ein knapper, verdienter Mannschaftssieg.

(Bericht von Max)

Landesliga: 4:4 zum Vierten!

In der 7. Runde der Landesligasaison hatte Union II den Auftrag, den letzten Tabellenplatz zu verlassen und Boden im Abstiegskampf gutzumachen. Gegner war das junge und dynamische Team vom Hagener SV, welches auch noch einen Sieg gut gebrauchen konnten, um den Klassenerhalt in trockene Tücher zu legen. An Brett 1 pausierte bei den Gästen Karsten Bertram, was ihren Altersdurchschnitt auf 19 Jahre drückte. Die Truppe war aber mit 1990 DWZ-Punkten im Schnitt klar favorisiert und uns in dieser Kategorie 130 Zähler voraus, Jürgen Wempe und Heiko Warns konnten bei Union an den vorderen Brettern nicht eingesetzt werden. Dafür schickten wir aber eine erfahrene Truppe ins Rennen – unser Altersschnitt war 49 Jahre! Was würde den Ausschlag geben?
 
Der Kampf wogte lange hin und her, das Meiste tat sich wohl in der Anfangsphase an den ersten Tischen, aber eine richtige Tendenz gab es zunächst nur an Brett 6. Walter F&o
In der 7. Runde der Landesligasaison hatte Union II den Auftrag, den letzten Tabellenplatz zu verlassen und Boden im Abstiegskampf gutzumachen. Gegner war das junge und dynamische Team vom Hagener SV, welches auch noch einen Sieg gut gebrauchen konnten, um den Klassenerhalt in trockene Tücher zu legen. An Brett 1 pausierte bei den Gästen Karsten Bertram, was ihren Altersdurchschnitt auf 19 Jahre drückte. Die Truppe war aber mit 1990 DWZ-Punkten im Schnitt klar favorisiert und uns in dieser Kategorie 130 Zähler voraus, Jürgen Wempe und Heiko Warns konnten bei Union an den vorderen Brettern nicht eingesetzt werden. Dafür schickten wir aber eine erfahrene Truppe ins Rennen – unser Altersschnitt war 49 Jahre! Was würde den Ausschlag geben?
 
Der Kampf wogte lange hin und her, das Meiste tat sich wohl in der Anfangsphase an den ersten Tischen, aber eine richtige Tendenz gab es zunächst nur an Brett 6. Walter Förste musste sich leider früh von einem Bauern trennen, und seine Bemühungen um Gegenspiel wurden vom Gegner gut ausgekontert. Folgerichtig ging Hagen hier also in Führung. 0:1.
 
Sehr gut aus sah es hingegen beim Kapitän Arno Köhne an Brett 4. Arno leitete taktische Sachen gegen den Punkt f7 ein und konnte mit 3 Bauern gegen eine Qualität ein solides Materialplus verbuchen. Hier hatten wir berechtigte Hoffnungen auf den Ausgleichstreffer. Der Hagener schlug aber nochmal zurück und Arno gab Material ab, wonach die beiden Parteien sich auf ein Remis verständigten. 0,5:1,5.
 
Die Gesamtlage war unklar. An den vorderen Brettern schienen wir doch nach und nach ein gewisses Übergewicht zu bekommen, hinten schienen eher die Gäste leicht im Plus. Nun musste aber erstmal der Ausgleichstreffer her. Und Thomas Elbern an Brett 3 nahm sich dieser Aufgabe höchstpersönlich an. Ein Freibauer auf der h-Linie von ihm schien in der endspielhaften Stellung irgendwann eher zur Schwäche zu werden, aber Tom packte taktische Wendungen aus und erreichte eine Gewinnstellung mit L+S+2B gegen S+3B. Sein Gegner wickelte noch in ein Endspiel ab, in dem der Oldenburger mit L+S mattsetzen „musste“, aber Tom bewies, dass dies für ihn täglich Brot ist. 1,5:1,5.
 
An Brett 2 gelang dann sogar der Führungstreffer. Frank Modder hatte positionelle Vorteile und spielte auf einen rückständigen Bauern am Damenflügel, der auch das gegnerische Figurenspiel hemmte. Schwarz gelang es nicht, schnell genug Gegenspiel im Zentrum oder am Königsflügel zu organisieren, so dass nach Öffnung der Stellung sein Spiel über die a-Linie kaputt ging. Schwarz verlor an diesem Brettabschnitt zwei Bauern und die Partie. Oldenburg war nunmehr 2,5:1,5 in Führung.
 
An den hinteren Brettern deutete sich zu diesem Zeitpunkt in zwei Fällen ein Remis an und eine Stellung war kritisch. Es schien also auf eine Entscheidung am Spitzenbrett hinauszulaufen, hier war das Spiel recht unklar. Hinsichtlich des Gesamtresultates war also noch alles möglich. Nunmehr bestätigten sich als erstes die angesprochenen Remisbretter. An Tisch 8 war relativ schnell ein Endspiel mit Dame+Leichtfigur entstanden, wobei zwar der Hagener etwas aktiver zu stehen schien; es gelang aber Andreas Wetjen, den Gegner zumindest mal mit adäquatem Gegenspiel auf Distanz zu halten, der offene König sicherte dann Andreas das Dauerschachremis. 3:2.
 
An Brett 7 deutete sich ebenfalls ein Remis an. Hier war es aber eher eine positionelle Partie mit einer symmetrischen, bzw. verschachtelten Struktur, es gelang keiner Seite, hier Fortschritte oder Durchbrüche zu erzielen. Für Jose Teixeira mit Schwarz sicherlich ein Achtungserfolg, der DWZ-Nachteil der Oldenburger war an diesem Brett am deutlichsten. 3,5:2,5.
 
An Brett 5 bahnte sich aber der Ausgleich für die Gäste an. Carsten de Vries stand mit Schwarz immer etwas gedrückt und konnte sein Spiel nicht recht befreien. Sein Gegner bekam schließlich ein gewonnenes Endspiel, auch dank der besser postierten Figuren. Der Oldenburger versuchte noch, den gegnerischen König in ein Mattnetz zu verstricken, aber Weiß ließ sich nichts zu Schulden kommen und erzielte den Ausgleich. 3,5:3,5.
 
Danach wurden beide Mannschaften durch das Drama der entscheidenden Partie am Spitzenbrett noch lange auf die Folter gespannt. Anirudh Unni hatte lange Zeit eine schwer zu bewertende Stellung auf dem Brett. Er nahm schließlich einen Bauern und aktivierte seine Figuren. Weiß bekam das Material irgendwann zurück und schien eine bedrohliche Bauernphalanx am Damenflügel zu haben, wohingegen Anirudh versuchte nachzuweisen, dass der König des Hageners der Unsicherere sei. Letztendlich konnte er zwar das gegnerische Spiel neutralisieren, aber mehr war nicht drin. Ein Remis! 4:4 lautete das Endresultat. Der Übermacht der jungen Hagener Mannschaft konnte also erfolgreich getrotzt werden. Zum vierten Mal in dieser Saison ein 4:4, und die Rote Laterne konnte erstmal an Hellern III abgegeben werden. Um die Klasse aber halten zu können, wird es vermutlich notwendig sein, noch einen der beiden letzten Kämpfe zu gewinnen.
(Bericht von Frank)

Oldenburger Stadtmeisterschaft der Senioren: 5. Runde

Oldenburger Stadtmeisterschaft der Senioren: 4. Runde

Ungl├╝ckliche Niederlage gegen SG Osnabr├╝ck

SG Osnabrück 4,5 : 3,5 SK Union Oldenburg II

Die Zweite musste am vergangenen Sonntag zum wichtigen Mannschaftskampf nach Osnabrück anreisen. Der Spielort in der schönen Lagerhalle in Osnabrück City war auf jeden Fall ein Highlight. Hier sei noch angemerkt, dass die später einsetzende Begleitmusik im Nebenraum, während der Partien, wirklich ein Genuss für die Ohren war. Nominell waren die Osnabrücker auf jeden Fall Favorit, aber wir traten mit einer sehr kompakten Mannschaft an und hofften auf Zählbares.

Der Start ließ sich auch gut sehen! Nach anfänglichen (optischen) Schwierigkeiten in der Eröffnung verbesserte Thomas seine Stellung immer mehr und die Figuren seines Gegners nahmen eine immer mehr unkoordinierte Stellung ein. Hier wurde noch die Remis-Bremse gefunden ... Das zweite Remis gab es an Brett 7. Benjamin hatte mit Weiß eine

SG Osnabrück 4,5 : 3,5 SK Union Oldenburg II

Die Zweite musste am vergangenen Sonntag zum wichtigen Mannschaftskampf nach Osnabrück anreisen. Der Spielort in der schönen Lagerhalle in Osnabrück City war auf jeden Fall ein Highlight. Hier sei noch angemerkt, dass die später einsetzende Begleitmusik im Nebenraum, während der Partien, wirklich ein Genuss für die Ohren war. Nominell waren die Osnabrücker auf jeden Fall Favorit, aber wir traten mit einer sehr kompakten Mannschaft an und hofften auf Zählbares.

Der Start ließ sich auch gut sehen! Nach anfänglichen (optischen) Schwierigkeiten in der Eröffnung verbesserte Thomas seine Stellung immer mehr und die Figuren seines Gegners nahmen eine immer mehr unkoordinierte Stellung ein. Hier wurde noch die Remis-Bremse gefunden ... Das zweite Remis gab es an Brett 7. Benjamin hatte mit Weiß eine zunächst optisch überlegene Stellung, die aber immer weiter verflachte und drohte zu Gunsten von Schwarz überzugehen. Hier gab es dann wahrscheinlich noch rechtzeitig die Remis-Bremse Teil II. Somit 1-1!

Arno hatte mit Weiß eine sehr komplizierte Stellung auf dem Brett. Strukturell leicht angeschlagen, aber mit erkämpften Mehrbauern. Die Stellung war für beide Seiten schwer zu spielen, aber Arno hatte die Stellung besser verstanden und spielte positionell wie taktisch eine schöne Partie, die er auch zum Sieg führte. 2:1 Oldenburg. 

Köhne - Lange 24.Td6! Te8 25.Txe6 fxe6 26.Lxc4 Da3 27.Dg6 Te7 28.Ld3 1-0

An den anderen Brettern sah es auch sehr gut aus und langsam hatte man das Gefühl mit zwei Punkten nach Hause gehen zu können. Aber wie so häufig überschlugen sich in der Zeitnotphase die Ereignisse. Carsten hatte mit Schwarz eine schöne Stellung aufgebaut, die sich dann leider immer weiter verschlechterte bis sie nicht mehr zu halten war. Walter hatte eine starke Schwarzpartie gespielt. Hier war ein halber Punkt schon eingeplant, aber am Ende durch ein Versehen war die Partie leider weg. 3:2 Osnabrück.

Frank, der eine bärenstarke Saison spielt, hatte mit Weiß die ganze Partie im Griff und spielte eine tolle Partie. Starke Partieanlage und tolle taktische Motive gefunden. O-Ton Frank: „In keiner Partie die ich bisher spielte, wusste ich so lange, dass ich gewinne!“ 3:3!

Heiko hatte mit Schwarz schnell ausgeglichen und erspielte sich eine Stellung mit leichten Vorteilen, die praktisch auf jeden Fall gut zu spielen war. Nach mehreren Abtauschaktionen blieb ein Turmendspiel mit Mehrbauern, was aber leider nicht zu gewinnen war. 3,5 : 3,5!

An Brett 1 kam Unni nicht so gut in die Partie und sah sich schon schnell bemüht mit Weiß um Ausgleich zu kämpfen. Nach einem „Blunder“ (Unni) sah er sich in einem Turmendspiel mit Minusbauern wieder. Theoretisch zu halten, aber wenn man nicht Karsten Müller heißt, dann wird man dieses Endspiel mit Minusbauern verlieren. So kam es am Ende auch…4,5:3,5 Osnabrück! Eine sehr bittere und unnötige Niederlage. Es wird jetzt absolut eng für die Zweite die Klasse zu halten. Ab jetzt zählen nur Punkte ...

Bericht Benjamin Kluin

Union verteidigt Tabellenf├╝hrung in der Oberliga

4,5:3,5 bei Werder III

Nach der Niederlage gegen die SF Hannover, die vor allem auf eine mangelhafte Chancenverwertung zurückzuführen war, galt es gegen Werder wieder in die Spur zu finden. Nachdem die kurze Anreise trotz Mitnahme aller Bremer roten Ampeln und Parkplatznot vor dem Spiellokal geglückt war, ging es auch direkt an die Bretter. Da nebenan der Kampf der zweiten Werderaner Mannschaft lief, gab es neben den eigenen Partien genug zu gucken.

Ein Rundgang durch die eigenen Bretter förderte allerdings nach der Eröffnungsphase nicht viel Erfreuliches zu Tage. An den Weißbrettern hatten wir nichts bis noch weniger herausgeholt, der Werderaner Olaf Steffens hatte am Spitzenbrett mit seiner gewohnt originellen Eröffnungsbehandlung gutes Spiel erlangt, und Max war bereits in der Eröffnung richtig unter die Räder gekommen und hatte einen Bauern weniger, für den der Gegner auch die Kompensation hatte

4,5:3,5 bei Werder III

Nach der Niederlage gegen die SF Hannover, die vor allem auf eine mangelhafte Chancenverwertung zurückzuführen war, galt es gegen Werder wieder in die Spur zu finden. Nachdem die kurze Anreise trotz Mitnahme aller Bremer roten Ampeln und Parkplatznot vor dem Spiellokal geglückt war, ging es auch direkt an die Bretter. Da nebenan der Kampf der zweiten Werderaner Mannschaft lief, gab es neben den eigenen Partien genug zu gucken.

Ein Rundgang durch die eigenen Bretter förderte allerdings nach der Eröffnungsphase nicht viel Erfreuliches zu Tage. An den Weißbrettern hatten wir nichts bis noch weniger herausgeholt, der Werderaner Olaf Steffens hatte am Spitzenbrett mit seiner gewohnt originellen Eröffnungsbehandlung gutes Spiel erlangt, und Max war bereits in der Eröffnung richtig unter die Räder gekommen und hatte einen Bauern weniger, für den der Gegner auch die Kompensation hatte.

Der erste Fingerzeig, dass es diesmal anders als gegen Hannover laufen könnte, ergab sich als der Gegner von den zweiten Bauern zu früh schnappte, was Gegenspiel zuließ und nach weiteren weißen Ungenauigkeiten eine forcierte Zugwiederholung ermöglichte. Danach wurde an allen Brettern hart gekämpft, bevor es in der Zeitnotphase richtig gut für uns lief:

Zwar musste Berthold leider die Unfähigkeit seines Springers erkennen, einen Randbauern zu stoppen und aufgeben. Aber Dirk hatte am Spitzenbrett seinen Gegner aus schwieriger Stellung zwischenzeitlich überspielt und konterte dessen verzweifelten Angriff cool aus. Hartmut konnte seine unangenehm zu spielende Stellung remis geben. Die Partie des Tages (und vermutlich auch der Saison bisher aus Oldenburger Sicht) fand aber am 8. Brett statt:

Hier hatte Jan eine gewohnt chaotische Stellung mit Initiative gegen den weißen König am Damenflügel, aber zerrütteter Bauernstellung, merkwürdigen Figuren beiderseits und einem in der Mitte steckenden König. In hochgradiger beiderseitiger Zeitnot opferte er einen Turm:

20. … Le4 21.Td4 Tb8 22.b3 Da3 23.Lc1 Txb3+ 24.ab Dxb3+ 25.Ka1 Lxc2 26.Tb4 Dxb4 27.Dxc2

Weiß hat den einzigen Matt abwendenden Zug gefunden, schien den Angriff vorerst gestoppt zu haben und bot nun Remis an. Jan lehnte mit 2 Minuten auf der Uhr und Minusfigur ab, und schnappte mit dem König den gegnerischen Bauern auf d7, der des Königs einziger Schutz gewesen war. Hatte Jan den Verstand verloren? Es zeigte sich jedoch, dass Weiß nur ein paar Schachs besaß, während der König geschickt den Turm von h8 zum Damenflügel vorbeigelassen hatte, wodurch die Mattdrohungen gegen den weißen König unabwendbar wurden:

27. … Kxd7 28.Td1+ Kc7 29.Td5 Tb8 30.f5 Tb6 31.Lf4+ Kc8 32.Da2 c2+ 33.Te5 Dc3+ 0-1 

Während die Kiebitze staunten, baute Jan damit sein Punktekonto auf 5,5/6 aus.

In der Zwischenzeit hatte auch Marc durch starkes Positionsspiel eine Gewinnstellung erreicht und verwertete diese nach der Zeitkontrolle sicher, wodurch wir 4:2 in Führung lagen. Somit benötigten Sebastian und Ernst noch ein Remis, um den Mannschaftssieg sicherzustellen. Sebastian hatte ein hochkomplexes Endspiel, wo plötzlich Gabeln, Fesselungen und beiderseitige Umwandlungsdrohungen auf dem Brett auftauchten. Er holte sich zuerst die Dame, hatte einen Bauern mehr und Schachs … Aber der eigene König war zu schwach und daher stand leider der Gegner auf Gewinn. Damit lag es an Ernst, den Deckel draufzumachen. Er stand zwischendurch optisch etwas passiv, konnte aber geschickt den Springer und die Türme umgruppieren und ein Turmendspiel mit Mehrbauern erreichen. Am Schluss stritten sich die Analysten, ob das Turmendspiel nach einem schwarzen Fehlzug forciert zu gewinnen war. Ernst wickelte aber mannschaftsdienlich zum Remis und Mannschaftssieg ab.

Bericht von Max

 

Oldenburger Stadtmeisterschaft der Senioren: 3. Runde

Oberliga: Erste Saisonniederlage f├╝r Oldenburg

In der fünften Runde der Oberliga hat die 1. Mannschaft des SK Union Oldenburg erstmals Punkte liegen gelassen: Gegen den starken Aufsteiger von den Schachfreunden Hannover reichte es beim Heimkampf am 5. Februar nur zu einem unglücklichen 3,5 - 4,5.
Dabei lief es anfänglich gut für die Oldenburger: Das frühe Remis von Berthold gegen den Topscorer der Gastmannschaft, Bernd Fritze, ging ebenso in Ordnung wie der halbe Punkt von Hartmut. Dessen Gegner war aufgrund von Widrigkeiten bei der Anfahrt zwar erst kurz vor Ablauf der Karenzzeit im Spielsaal erschienen, stülpte Hartmut dann aber umgehend eine positionelle Zwangsjacke über, so dass dieser seine ganze Findigkeit ein paar einzige Züge aufbieten musste, um in ein Turmendspiel mit gleichen Chancen abzuwickeln. 
Der erste Sieg gelang dann Marc, indem er bei verrammeltem Zentrum mit entgegengesetzten Rochaden konsequent an dem Flügel vormarschier
In der fünften Runde der Oberliga hat die 1. Mannschaft des SK Union Oldenburg erstmals Punkte liegen gelassen: Gegen den starken Aufsteiger von den Schachfreunden Hannover reichte es beim Heimkampf am 5. Februar nur zu einem unglücklichen 3,5 - 4,5.
Dabei lief es anfänglich gut für die Oldenburger: Das frühe Remis von Berthold gegen den Topscorer der Gastmannschaft, Bernd Fritze, ging ebenso in Ordnung wie der halbe Punkt von Hartmut. Dessen Gegner war aufgrund von Widrigkeiten bei der Anfahrt zwar erst kurz vor Ablauf der Karenzzeit im Spielsaal erschienen, stülpte Hartmut dann aber umgehend eine positionelle Zwangsjacke über, so dass dieser seine ganze Findigkeit ein paar einzige Züge aufbieten musste, um in ein Turmendspiel mit gleichen Chancen abzuwickeln. 
Der erste Sieg gelang dann Marc, indem er bei verrammeltem Zentrum mit entgegengesetzten Rochaden konsequent an dem Flügel vormarschierte, an dem er Raumvorteil besaß - auch wenn sich dort der eigene König befand. Die gegnerische Stellung brach dann überraschend schnell zusammen. Kurz darauf münzte auch Jan eine komfortable Druckstellung mit Läuferpaar zu einem ganzen Punkt um - wobei er allerdings zwischendurch einen glatten Figurengewinn ausließ. 
Beim Zwischenstand von 3:1 erwies sich dann die Niederlage von Sebastian als Wendepunkt des Matches: Mutig hatte er auf Angriff gesetzt und für ein mobiles Bauernzentrum und das Läuferpaar die Qualität gegeben. Am Ende machten aber nicht Sebastians Bauern, sondern der gegnerische Freibauer das Rennen und verhinderte, zur Dame umgewandelt, auch die letzten Schummelchancen.
Die letzten drei Partien sahen die Oldenburger Seite jeweils leicht im Nachteil: Dirk in einem doppelten Turmendspiel, Ernst in einem Springerendspiel und Max in einem gemischten Leichtfigurenendspiel. Ernst und Dirk mussten sich nach hartnäckiger und langwieriger Verteidigung letztendlich geschlagen geben. Bei Max reichte es dagegen nach wechselvollem Verlauf nur noch zu einem Remis, dass die knappe Mannschaftsniederlage besiegelte.
Stellvertretend für die an verschiedenen Brettern ausgelassen Chancen hier ein kritischer Moment in der Partie Meessen - Ackermann an Brett 2 (Stellung nach … Sxe4): Weiß steht hier (nach Aussage von Max) glatt auf Gewinn - wenn er mit der richtigen Figur wiedernimmt. "Sxe4 ist hier richtig, weil die einzige Idee von Schwarz, nämlich … d5, trivial an cxd5 nebst Dxa6 scheitert. Dxe4 reichte auch für klaren Vorteil, aber irgendwann ist der Faden dann gerissen. Heute war der Wurm drin."
Trotz der Niederlage liegt Oldenburg mit einem Mannschaftspunkt in der Tabelle in Führung. Der nächste Mannschaftskampf steht bereits am 19.2. gegen SV Werder Bremen III an.
(Bericht von Jan)

Oldenburger Stadtmeisterschaft der Senioren - 2. Runde

Ergebnisse Runde 1 und Paarungen Runde 2

R├╝genwalder M├╝hle NordWest-Cup 2017

Nach dreieinhalb intensiven Schach-Tagen ist der Rügenwalder NordWest-Cup 2017 Geschichte. Elf Spieler vom Schachklub SK Union haben teilgenommen. Die erfolgreichsten Oldenburger Spieler in der A-Gruppe waren mit jeweils 5 Punkten aus 7 Partien Ernst Heinemann, Max Meessen und Sebastian Mueer als 19., 22. und 23. 

Ergebnisse und Ranglisten auf chessorg.de

Wieder fr├╝hes Aus im Pokal - 2:2 in Lingen

Leider war auch dieses Jahr früh Schluss im Pokal. Die Gastgeber aus Lingen hatten mit GM Gutman und FM Gazic vorne stark aufgestellt. Trotzdem rechneten wir uns gute Chancen aufs Weiterkommen aus.

Ein erster Rückschlag war, dass Ernst in einer zusammengeschobenen Stellung aufgrund von Springermangel kein Weiterkommen mehr sah und remis vereinbaren musste. Dann brachte Max die Gäste am zweiten Brett mit einer schwungvollen und im Gegensatz zur Meinung der Lingener auch durchaus korrekten Angriffspartie in Führung. Berthold am dritten Brett konnte den Angriff seines Gegners zwar abwehren, fand sich aber in einem Endspiel wieder, dass eher er vorsichtig behandeln musste.

Die paradoxe Situation war, dass Berthold bei einem Remis oder Sieg von Dirk auch verlieren konnte, bei einer Niederlage von Dirk aber gewinnen musste. Allerdings war die Stellung zu diesem Zeitpunkt so tot, dass der Remisschluss trotzdem unausweichlich war.

Dirk hatte eigen

Leider war auch dieses Jahr früh Schluss im Pokal. Die Gastgeber aus Lingen hatten mit GM Gutman und FM Gazic vorne stark aufgestellt. Trotzdem rechneten wir uns gute Chancen aufs Weiterkommen aus.

Ein erster Rückschlag war, dass Ernst in einer zusammengeschobenen Stellung aufgrund von Springermangel kein Weiterkommen mehr sah und remis vereinbaren musste. Dann brachte Max die Gäste am zweiten Brett mit einer schwungvollen und im Gegensatz zur Meinung der Lingener auch durchaus korrekten Angriffspartie in Führung. Berthold am dritten Brett konnte den Angriff seines Gegners zwar abwehren, fand sich aber in einem Endspiel wieder, dass eher er vorsichtig behandeln musste.

Die paradoxe Situation war, dass Berthold bei einem Remis oder Sieg von Dirk auch verlieren konnte, bei einer Niederlage von Dirk aber gewinnen musste. Allerdings war die Stellung zu diesem Zeitpunkt so tot, dass der Remisschluss trotzdem unausweichlich war.

Dirk hatte eigentlich die ganze Partie über Druck ausgeübt, baute aber nach eigener Aussage nach der Zeitkontrolle stark ab, während GM Gutman hier erst zur Höchstform auflief und die Partie mit großmeisterlicher Endspieltechnik nach Hause brachte. Somit kassierten wir den späten Ausgleich und sind aufgrund der Berliner Wertung ausgeschieden.

Da sowohl Dirk nach sehr guter Vorbereitung und auch dem Partieverlauf zufolge nicht verlieren musste, und an den hinteren beiden Brettern trotz klarem Wertungsvorteil nur zwei Remisen heraussprangen, eine durchaus vermeidbare Niederlage. Schade drum, mehr Glück im nächsten Jahr!

Oldenburger Stadtmeisterschaft der Senioren

Nach dem Turnier ist vor dem Turnier: Am 27. Januar beginnt die Oldenburger Senioren-Stadtmeisterschaft:

Andreas Wetjen gewinnt den Union-Pokal der Senioren

Sieger  Union-Pokal wurde Andreas Wetjen. Andreas Wetjen konnte sich im Finale des Union-Pokals der Senioren mit Schwarz gegen Alfred Klingenberg durchsetzen. Glückwünsche an Andreas und die weiteren Platzierten Alfred Klingenberg und Harm Schröder.

Bezirksklasse S├╝d-Ost: SK Union 3 schl├Ągt Spitzenreiter

Der Mannschaftskampf gegen den SC Schwarzer Springer Ammerland 3 verlief relativ unspektakulär. Getreu dem Motto „Wer zuletzt kommt, geht zuerst“ gestaltete Ullrich seine Partie: Nach einer Stunde stand es 1:0 für uns. Kurze Zeit später wurde das druckvolle Spiel von Frank mit dem 2:0 belohnt. An Brett 6 ließ Harm keine Zweifel aufkommen, wer hier der Chef ist und erhöhte auf 3:0. 

Jetzt fehlte uns nur noch ein halber Punkt zum Sieg. Unser Punktegarant Heinrich an Brett 4 stand immer besser und wusste am Ende selbst nicht so richtig, wie er die Partie noch hatte verlieren können. Nachdem Alfons an Brett 2 verloren hatte, hing alles vom Ergebnis am Spitzenbrett ab. Mit Blick auf das Gesamtergebnis nahm Alfred das Remisangebot mannschaftsdienlich an. Mit einem Bauern mehr und seiner Endspielstärke hätte er das Spiel sicherlich gewinnen können. Aber so war der Mannschaftssieg 3,5 zu 2,5 perfekt.  

Der Mannschaftskampf gegen den SC Schwarzer Springer Ammerland 3 verlief relativ unspektakulär. Getreu dem Motto „Wer zuletzt kommt, geht zuerst“ gestaltete Ullrich seine Partie: Nach einer Stunde stand es 1:0 für uns. Kurze Zeit später wurde das druckvolle Spiel von Frank mit dem 2:0 belohnt. An Brett 6 ließ Harm keine Zweifel aufkommen, wer hier der Chef ist und erhöhte auf 3:0. 

Jetzt fehlte uns nur noch ein halber Punkt zum Sieg. Unser Punktegarant Heinrich an Brett 4 stand immer besser und wusste am Ende selbst nicht so richtig, wie er die Partie noch hatte verlieren können. Nachdem Alfons an Brett 2 verloren hatte, hing alles vom Ergebnis am Spitzenbrett ab. Mit Blick auf das Gesamtergebnis nahm Alfred das Remisangebot mannschaftsdienlich an. Mit einem Bauern mehr und seiner Endspielstärke hätte er das Spiel sicherlich gewinnen können. Aber so war der Mannschaftssieg 3,5 zu 2,5 perfekt.  

Schwarzer Springer hat all seine Hinrundenspiele absolviert, wir haben noch ein Auswärtsspiel gegen Löningen, wo uns zur Übernahme der Tabellenführung ein Unentschieden reicht. Überschattet wurde der Mannschaftskampf von dem eingelegten Protest der Gastmannschaft, Alfons hätte durch sein krankheitsbedingtes Verhalten den Spielbetrieb empfindlich gestört. Da eventuelle Störungen nicht von Alfons beabsichtigt waren, gibt dieser Vorfall Anlass zur Diskussion, wann das Verhalten gehandicapter Spieler eine Unsportlichkeit darstellt und wann eine Diskriminierung solcher benachteiligter Personen vorliegt. 

Unser Dank gilt Harm für den schönen Spielsaal und unserer guten Seele Christa, die für unser leibliches Wohl sorgte.

 

Oberliga: Martin und die "Hinterbänkler"

Wobei das Wort Hinterbänkler hier nicht wie sonst abwertend gemeint ist, sondern darauf anspielt, dass die hinteren Bretter in dieser Saison eine absolute Bank darstellen: Marc, Hartmut und Jan holten kombiniert ungeschlagen 10 von 12 möglichen Punkten! Eine unglaubliche Ausbeute.

Doch der Reihe nach: Trotz einiger winterlicher Widrigkeiten wie eingefrorener Autotüren und glatter Straßen im Großraum Delmenhorst waren alle pünktlich im wie immer schon vorbereiteten Spielsaal. Wie bei einem Spitzenspiel zu erwarten, tat sich lange nichts Entscheidendes. Als erstes punktete Martin, den wir zum ersten Mal in dieser Saison aufgestellt hatten. Das hatte sich voll ausgezahlt, denn er schlug den sonst sehr soliden Spitzenmann der Gastgeber Tobias Kügel überzeugend. Marc befreite sich vom starken Druck und fand eine Remisschaukel, während Berthold seinerseits eine Druckstellung nicht verwerten konnte und ins Remis einwilligte. Hartmut &u

Wobei das Wort Hinterbänkler hier nicht wie sonst abwertend gemeint ist, sondern darauf anspielt, dass die hinteren Bretter in dieser Saison eine absolute Bank darstellen: Marc, Hartmut und Jan holten kombiniert ungeschlagen 10 von 12 möglichen Punkten! Eine unglaubliche Ausbeute.

Doch der Reihe nach: Trotz einiger winterlicher Widrigkeiten wie eingefrorener Autotüren und glatter Straßen im Großraum Delmenhorst waren alle pünktlich im wie immer schon vorbereiteten Spielsaal. Wie bei einem Spitzenspiel zu erwarten, tat sich lange nichts Entscheidendes. Als erstes punktete Martin, den wir zum ersten Mal in dieser Saison aufgestellt hatten. Das hatte sich voll ausgezahlt, denn er schlug den sonst sehr soliden Spitzenmann der Gastgeber Tobias Kügel überzeugend. Marc befreite sich vom starken Druck und fand eine Remisschaukel, während Berthold seinerseits eine Druckstellung nicht verwerten konnte und ins Remis einwilligte. Hartmut überspielte seinen Gegner mit mehreren "IM-Zügen" (laut Manni, der es als IM wissen muss) und erhöhte damit auf 3:1.

Kurz vor der Zeitkontrolle hatte Max Glück, dass sein Gegner nach bis dahin sehr stark geführter Partie ein Bauernopfer "fand", anstatt mit einfachen Zügen den Druck zu verstärken. Nach dem unvermeidlichen Rückverlust des Bauern hätte Max im Endspiel leicht besser gestanden, akzeptierte aber aufgrund des Mannschaftsstands und knapper Bedenkzeit gerne das gegnerische Remisangebot.

Damit fehlte noch ein Punkt aus 3 Partien zum Sieg. Bei Dirk sah es eher nicht danach aus, als ein Figurenopfer keine wirkliche Kompensation brachte. Jans Stellung war äußerst undurchsichtig mit vielen Figuren und wenigen Bauern, aber Sebastian drängte seinen Gegner zusehends in die Defensive und verbuchte auch bald mit einem Mattangriff den entscheidenden Punkt. Bei Jan wäre eine Zugwiederholung um die Zeitkontrolle herum ein faires Resultat gewesen, aber sein Gegner musste aufgrund des Mannschaftsstands auf Gewinn spielen und wurde cool ausgekontert. Letzten Endes musste Dirk seinen Widerstand im Endspiel einstellen und der höchste Saisonsieg mit 5,5:2,5 gegen den Liga-Orakel-Aufstiegsfavoriten stand fest. Das sind nun wir, aber wie David Höffer auf der DSK-Homepage treffend bemerkt, ist in der Oberliga NW noch selten eine Mannschaft durchmarschiert.

In der nächsten Runde gilt es gegen den starken Aufsteiger SF Hannover die Tabellenführung zu verteidigen.

Bericht von Max

Gro├čer Kampf und verdienter Mannschaftspunkt f├╝r die Zwote!

SK Union Oldenburg II 4 : 4 SC Turm Lüneburg 15.01.2017 / Landesliga Nord

Nach anfänglichen organisatorischen Problemen saßen um kurz nach 10 Uhr folgende Schachvirtuosen an den Brettern, die die Welt bedeuten:

  1. Unni Anirudh (schwarz)
  2. Heiko Warns (weiß)
  3. Frank Modder
  4. Thomas Elbern
  5. Carsten de Vries
  6. Benjamin Kluin
  7. Walter Förste
  8. Andreas Wetjen

Obwohl wir in der Tabelle vor Lüneburg stehen, ging der SC als Favorit in diesen Mannschaftskampf (DWZ-Vorteil an 6 Brettern). Aber wie schon in der Landesliga bekannt, ist die Zwote eine schwer zu knackende Nuss.

Nach ca. 45 Minuten gab es die erste Punkteteilung. Nach solidem Eröffnungsverlauf - Thomas spielte für ihn untypisch 1.g3 - tauschten sich schnell Figuren ohne mögliche Perspektiven für Weiß oder Schwarz auf Gewinn zu spielen. 

Heiko hatte eine komplizi

SK Union Oldenburg II 4 : 4 SC Turm Lüneburg 15.01.2017 / Landesliga Nord

Nach anfänglichen organisatorischen Problemen saßen um kurz nach 10 Uhr folgende Schachvirtuosen an den Brettern, die die Welt bedeuten:

  1. Unni Anirudh (schwarz)
  2. Heiko Warns (weiß)
  3. Frank Modder
  4. Thomas Elbern
  5. Carsten de Vries
  6. Benjamin Kluin
  7. Walter Förste
  8. Andreas Wetjen

Obwohl wir in der Tabelle vor Lüneburg stehen, ging der SC als Favorit in diesen Mannschaftskampf (DWZ-Vorteil an 6 Brettern). Aber wie schon in der Landesliga bekannt, ist die Zwote eine schwer zu knackende Nuss.

Nach ca. 45 Minuten gab es die erste Punkteteilung. Nach solidem Eröffnungsverlauf - Thomas spielte für ihn untypisch 1.g3 - tauschten sich schnell Figuren ohne mögliche Perspektiven für Weiß oder Schwarz auf Gewinn zu spielen. 

Heiko hatte eine komplizierte Stellung auf dem Brett, die wohl in der hiesigen Schachliteratur unter „Unklar mit beiderseitigen Chancen“ laufen würde.

Unni hatte es mit der undankbaren Aufgabe „Abtauschvariante im Damengambit“ zu tun. Hier war also schon mal Geduld angesagt. 

Frank hatte mit schwarz schnell ausgeglichen, wobei die Stellung immer kompliziert war(?!).

Carsten hingegen hatte nach kleinen Ungenauigkeiten Probleme, seine Stellung mit schwarz spielbar zu gestalten und musste sich den starken positionellen Zügen seines Gegners erwehren. 

Benjamin hatte nach verpatztem (erbärmlichen) Eröffnungsverlauf Mühe und Not, seine Stellung mit Weiß zusammenzuhalten.

Walter hatte Probleme mit Schwarz auszugleichen, fand dennoch starke Ideen, um die Stellung im Gleichgewicht zu halten.

Andreas hatte einen schönen Abtausch-Spanier auf das Brett gezaubert, was eine schöne Spielstellung zur Folge hatte.

Nach 2,5 bis 3 Stunden fielen die ersten Entscheidungen. Leider konnte Carsten seine Stellung nicht mehr zusammenhalten und musste seinem Gegner gratulieren. Kurz davor hatte Walter unglücklich verloren. Nach einer großen Abtauschsequenz im Zentrum blieben nur noch die Schwerfiguren auf dem Brett, die sich dann auch noch abtauschten. Hier hatte Walter leider das entstehende Endspiel falsch eingeschätzt. Das Bauernendspiel mit schwarzem isolierten Freibauern auf d5 sah zwar gut aus, aber die weiße Bauernmehrheit am Königsflügel und der daraus resultierende Freibauer, der von schwarz aufwendig abgeholt werden musste, war für Weiß total gewonnen. Schade, aber kann passieren.

Nachdem Benjamin seine Stellung nach größerem Aufwand noch reparieren konnte, war hier eine Punkteteilung in ausgeglichener Stellung die Folge. 1:3 für Lüneburg, aber es schien nicht so klar zu sein, wie das Ergebnis andeutet. Die vier verbliebenen Partien waren hochinteressant und versprachen Oldenburg gute Chancen auf ein 4:4 oder sogar mehr(!?) oder weniger(?!).

Heiko hatte zwar eine Qualität gewonnen bzw. sein Gegner hatte die Qualität geopfert, aber die Stellung war im dynamischen Gleichgewicht und alle Ergebnisse waren möglich. Andreas hatte ein leicht besseres Läuferendspiel auf dem Brett, aber hier war ein Remis zu erwarten. Frank spielte eine hochinteressante Partie. Die Stellung war sehr unklar, aber er verbesserte seine Stellung positionell immer weiter und schätzte die entstandenen Stellungen besser als sein Gegner ein. Am Ende ein toller Schwarzsieg von Frank. Andreas versuchte zwar noch alles, um einen vollen Punkt zu holen, aber das Läuferendspiel konnte man leider nicht gewinnen. Zumindest war der Gewinnplan nicht zu erkennen. Somit 3,5 zu 2,5 für Lüneburg.

Die jetzt noch zwei verbliebenen Partien waren an Spannung kaum zu überbieten. Die Kombination aus Zeitnot und mörderischen, taktischen Verwicklungen sind für Zuschauer sowie Spieler ja immer das Highlight eines schönen Sonntags. 

Heiko musste letztendlich seine Qualität zurückgeben und fand sich in einem Endspiel mit Minusbauern wieder, aber das Remis war auf jeden Fall gesichert, was letztendlich nach ein paar Zügen auch vereinbart wurde.

An Brett 1 wurde großes Kampfschach geboten. Unni hatte eine Figur für zunächst zwei Bauern geopfert (notgedrungen oder mit geplanter Initiative?!) und hatte somit den weißen König blank gelegt, der nur noch von Leichtfiguren beschützt werden konnte. Die Stellung war äußerst kompliziert und am Ende auch nicht einzuschätzen, aber Unni hatte die leichter zu spielende Stellung, was bei heraufkommender Zeitnot zumindest psychologisch ein Vorteil ist. Das Remisangebot wurde ohne Überlegen abgelehnt und es wurde weiter Öl ins Feuer gegossen. Am Ende wilder Abwicklungen entstand ein Endspiel mit Dame+Springer+4 Bauern (schwarz, Unni) und Dame+Läufer+Springer (weiß). Wie die Stellung einzuschätzen ist, bleibt offen, aber letztendlich wollte Unni den vollen Punkt unbedingt, und hat seinen Gegner wirklich niedergerungen. Wirklich großes Schach und Lob an Unni und seinen Gegner Stefan Blancke. So macht Schach Spaß. Ganz stark, Unni!

Am Ende (wieder) ein verdientes 4:4 und ein Mannschaftspunkt für den Klassenerhalt. So kann es weiter gehen. Die nächste Fahrt geht nach Lingen! Zwei Punkte sind hier auf jeden Fall eingeplant J.

Bericht von Benjamin Kluin

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